Hülya Karcı

Sie ist in Salihli in Westanatolien geboren. 1997 absolvierte  sie ihr Dramaturgiestudium an der Dokuz Eylül Universität in Izmir. Danach setzte sie ihre Arbeit als freie Dramaturgin, Theaterpädagogin, Drehbuch- und Bühnenautorin und Regisseurin im Theater- und Filmbereich fort.

Sie bearbeitete u. a. Theaterstücke für Kinder aus 1000 und eine Nacht. 
(Käpitan Sinbad, Scheherazade, Ali Baba und die Vierzig Räuber, Aladdins Wunderlampe…)

Von 2002 bis 2011 leitete sie den Theaterbereich des Mädchencafés „Schilleria“ (Berlin-Neukölln).

Seit 2004 ist sie im Seniorenbereich tätig. Seitdem leitet sie die Neuköllner interkulturelle Seniorentheatergruppe  „Die Sultaninen“.

Von 2000 bis 2005 agierte sie als Redakteurin beim Tiyatrom-Theatermagazin „Bülten“

Von 2007 bis 2008 hat sie das deutsch-türkische Theaterprojekt „Wahrnehmen und Verändern“ im Rahmen eines Mädchen-Austauschprogramms zwischen Neukölln und Çiğli, einem Bezirk in Izmir, geleitet.

Neben anderen Projekten leitete sie 2008 in Sulukule (Istanbul) zusammen mit der Bürgerinitiative Sulukule-Plattform das Roma-Kinder-Theaterprojekt „ Romeo und Julia“.

Im gleichen Jahr führte sie an Berliner Oberschulen und Jugendeinrichtungen Workshops für Gewaltprävention durch.

Von 2008 bis 2010  leitete sie mit der Unterstützung der Olof-Palme-Stiftung Theaterprojekte  nach der Forumtheater-Methode mit Jugendlichen in Tunceli in der Türkei.

Seit 2008 ist sie im Dokumentarfilmbereich als Drehbuchautorin und Regisseurin tätig.

Von 2008 bis 2012  war sie Mitglied beim Jury-Team  des Kulturamts Neukölln für die Vergabe von Fördermitteln  in der Dezentralen Kulturarbeit.

Seit 2008  ist sie Jurymitglied beim Theaterwettbewerb für Kinder und Jugendliche des Neuköllner Globus.

Seit 2009  ist sie Mitglied beim Netzwerk „Theater der Unterdrückten in Deutschland

Seit 2009  arbeitet sie als Theaterpädagogin beim ATZE Musiktheater (Berlin).

Seit 2010 ist sie Lehrbeauftragte an der Alice Salomon Fachhochschule (Berlin).

2011  führte sie Leitung eines Frauen-Theaterprojekts nach der „Forumtheater- Methode“ in  Bursa (Türkei) unter Mitwirkung von Frauen aus Bursa.

2011 leitete sie ein Theaterworkshop-Austauschprojekt zwischen der Neuköllner Seniorentheatergruppe „Die Sultaninen“, dem Sanatölye Varyant Kultur-, Kunst- und Erziehungsverein (Sanatölye Varyant Kültür, Sanat ve Egitim Dernegi),  dem Bademler Kultur- und Kunstverein (Bademler Kültür ve Sanat Derneği  und dem Goethe-Institut in Izmir.

Theaterarbeit: (Auswahl)

1999 Textbearbeitung und Regieassistenz bei „Hadi Öldürsene Canikom“ – Aziz Nesin (Maskentheater, Regie: Yüksel Yolcu)

2000 Dramaturgie und Regieassistenz bei „Tartüf-59“ – Nazım Hikmet (Regie: Yılmaz Onay)

2000 Adaptation und Regieassistenz bei „Merhaba und Tschüss“ nach Athol Fugard (Regie: Yüksel Yolcu)

2003 Dramaturgie und Regieassistenz bei „Histeri“ – Terry Johnson (Regie: İdil Üner)

2004 Adaptation und Regieassistenz bei „Kürk Mantolu Madonna“ –  Sabahattin Ali (Regie: Çetin İpekkaya)

2005 Dramaturgie und Übersetzung ins Türkische bei  „norway.today“ – Igor Bauersima (Regie: İdil Üner)

2009 theaterpädagogische Leitung im Theaterhaus „ Ballhaus Naunynstraße“  (Kreuzberg) für das Projekt „Die 3. Generation“ (Regie: Lukas Langhoff).

2010 arbeitete sie  als Dramaturgin und Theaterpädagogin für das Theaterstück „Ayla, Alis Tochter“ (Regie: Nicole Oder) beim ATZE Musiktheater.

2010 Textbearbeitung für das Theaterstück  „Hüzün“ beim Theater HAU (Regie: Kadir Memiş)

Auszeichnung:

2007 wurde sie mit ihrer Mädchentheatergruppe des Mädchencafes „Schilleria“ mit einem Preis der „Initiative Hauptstadt Berlin“ ausgezeichnet.

Filmographie:

Die Kinder des September“, Regie mit Meltem Öztürk, Dokumentarfilm, 74 Min., Deutschland, Payiz Film

AWE/SU (Wasser)“ , Kurzfilm, 10 Min., Regie mit Meltem Öztürk unter Mitwirkung von Jugendlichen aus Tunceli (Ostanatolien) für die Olof Palme Stiftung, 2012

Es gibt nur ein Ich und im Ich verweilt meine Seele“, Regie mit Meltem Öztürk,  Dokumentarfilm, 50′, Deutschland, 2012, Payiz Film

Sie dreht gerade ihren dritten Dokumentarfilm, der sich mit dem Leben vier älterer Frauen in der westanatolischen Provinz beschäftigt (Kula).

Auszeichnung:

Zweitbester Film (Die Kinder des September) beim „21.Ankara International Film Festival“ im Wettbewerb „Nationaler  Dokumentarfilm“ (Professional), 2010